Tonkünstlerverband Mittelfranken e.V.

Satzung

verabschiedet von der Mitgliederversammlung am 8. April 2011

§1, Name, Sitz, Geschäftsjahr und Verbandsmitgliedschaft

(1) Der Verein führt den Namen „Tonkünstlerverband Mittelfranken e. V.".

(2) Der Verein ist im Vereinsregister des Amtsgerichts Nürnberg eingetragen und hat seinen Sitz in Nürnberg.

(3) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

(4) Der „Tonkünstlerverband Mittelfranken e. V." ist mit anderen regionalen Tonkünstlerverbänden zusammengeschlossen im „Landesverband Bayerischer Tonkünstler e. V. im Deutschen Tonkünstlerverband (DTKV)“.

§2, Zweck, Aufgaben, Gemeinnützigkeit

(1) Zweck des Vereins ist die Förderung der musikalischen Kultur. Er dient dem Zusammenschluss der künstlerischen und erzieherischen Kräfte auf dem Gebiet der Musik und setzt sich für die konzertierenden Künstler, Musiklehrer und Musikschaffenden, insbesondere die freischaffenden, in fachlichen und sozialen Belangen ein.

(2) Aufgaben des Vereins sind insbesondere:

a) die Information, Beratung und Förderung seiner Mitglieder, z. B. durch Fortbildungsveranstaltungen, Arbeitstagungen etc. (auch durch Angebote der Dachverbände),

b) die Veranstaltung von Konzerten, besonders zur Förderung der zeitgenössischen Musik, unter besonderer Berücksichtigung der Komponisten und Interpreten des Vereins,

c) die Förderung des künstlerischen und musikerzieherischen Nachwuchses, sowie die Förderung des Musizierens der Jugend auf breiter Basis (z. B. durch Beteiligung an „Jugend musiziert"),

d) die Förderung des freiberuflichen Unterrichtswesens.

(3) Zur Durchführung dieser Aufgaben ist der Verein bestrebt, neben den Mitgliedsbeiträgen öffentliche Zuschüsse und andere Zuwendungen zu erhalten, sowie Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.

(4) Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§3, Mitgliedschaft

(1) Die ordentliche Mitgliedschaft kann nur von natürlichen Personen durch schriftlichen Antrag erworben werden, und zwar von

a) konzertierenden Künstlern,

b) Musiklehrern, gleichgültig ob selbstständig oder in abhängiger Stellung,

c) Komponisten und anderen Musikschaffenden,

d) Angehörigen anderer Musikberufe (z. B. Instrumentenbauer, Tonmeister etc.). Voraussetzung für den Erwerb der Mitgliedschaft ist der Nachweis einer entsprechenden Vorbildung oder beruflichen Leistung.

(2) Die außerordentliche Mitgliedschaft kann durch schriftlichen Antrag erworben werden, und zwar von

a) natürlichen Personen, die die Zwecke des Vereins fördern,

b) juristischen Personen, im weiteren als korporative Mitglieder bezeichnet, die die Zwecke des Vereins fördern.

(3) Die Aufnahme erfolgt durch den Vorstand des Vereins. Ein Aufnahmeanspruch besteht nicht.

(4) Mit dem Erwerb der Mitgliedschaft im „Tonkünstlerverband Mittelfranken e. V." wird die Mitgliedschaft im „Landesverband Bayerischer Tonkünstler e. V. im Deutschen Tonkünstlerverband (DTKV)“ erworben. Zu den satzungsgemäßen Aufgaben des Landesverbands gehören die Wahrnehmung der beruflichen, wirtschaftlichen und sozialen Interessen seiner Mitglieder und die Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen.

(5) Studenten können bereits für die Dauer ihres Studiums (nachzuweisen durch gültige Immatrikulationsbescheinigung) Mitglied werden.

(6) Der Verein kann Ehrenmitglieder ernennen. Die Ernennung zum Ehrenmitglied erfolgt auf Vorschlag des Vorstands durch die Mitgliederversammlung.

§4, Erlöschen der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft erlischt

a) durch Tod,

b) durch Austritt: Dieser kann zum 31.12. mit einer 3-monatigen Frist gegenüber dem Vorstand schriftlich erklärt werden.

c) durch Ausschluss, wenn ein Mitglied den Aufgaben und Interessen des Vereins zuwiderhandelt, den Verein schädigt oder sein Ansehen herabsetzt, oder wenn sich herausstellt, dass die Bedingungen zur Aufnahme nicht erfüllt waren. Der Ausschluss erfolgt durch Vorstandsbeschluss nach Anhörung des betreffenden Mitglieds. Bis zur Beendigung des Ausschlussverfahrens ruhen die Rechte und Pflichten sowie die Aufgaben des Mitglieds innerhalb des Vereins.

d) durch Streichung aus der Mitgliederliste durch den Vorstand, wenn seit mindestens 1 Jahr trotz Mahnung kein Beitrag entrichtet wurde.

(2) Mit dem Erlöschen der Mitgliedschaft erlischt gleichzeitig die Mitgliedschaft im „Landesverband Bayerischer Tonkünstler e. V im Deutschen Tonkünstlerverband (DTKV)“.

§5, Mitgliedsbeitrag

(1) Die Höhe des Mitgliedsbeitrags von ordentlichen Mitgliedern und die Zahlungsmodalitäten werden von der Mitgliederversammlung festgesetzt. In der Höhe des Beitrags sind die festgesetzten Beitragsanteile für den „Landesverband Bayerischer Tonkünstler e. V im Deutschen Tonkünstlerverband (DTKV)“ zu berücksichtigen.

(2) Der Vorstand setzt einen Mindestbeitrag für außerordentliche Mitglieder fest.

(3) Jedes Mitglied ist grundsätzlich zur Zahlung seines Mitgliedsbeitrags verpflichtet.

(4) AufAntragwirdvomVorstandeineErmäßigung desJahresbeitragsbewilligt.

a) bei Ehepaaren und eheähnlichen Gemeinschaften, einem der beiden Partner,

b) Studenten bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres.

(5) Eine Beitragsermäßigung kann der Vorstand auf Antrag auch gegenüber Personen mit besonders geringem Einkommen oder in sonstigen Härtefällen bewilligen.

(6) Ehrenvorsitzende und Ehrenmitglieder entrichten keinen Beitrag.

§6, Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:

(1) der Vorstand,

(2) die Beisitzer,

(3) die Mitgliederversammlung.

§7, Vorstand

(1) Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schriftführer und dem Schatzmeister.

(2) Die Amtsperiode des Vorstands beträgt 2 Jahre. Wiederwahl ist zulässig. Der Vorstand führt die Geschäfte bis zu einer Neuwahl weiter, notfalls auch über den Ablauf der Amtsperiode hinaus.

(3) Vereinsämter werden grundsätzlich ehrenamtlich ausgeübt. Der Vorstand kann aber bei Bedarf eine Vergütung nach Maßgabe einer Aufwandsentschädigung im Sinne des §3 Nr. 26a EStG (s.g.: Ehrenamtspauschale) beschließen.

§8, Aufgaben und Tätigkeit des Vorstands

(1) Die Aufgaben des Vorstands sind:

a) die Leitung des Vereins, die Vertretung des Vereins nach außen und die Durchführung der Beschlüsse und Empfehlungen der Mitgliederversammlung,

b) die Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben,

c) die Bildung von Ausschüssen, auch unter Hinzuziehung von Sachverständigen,

d) die Benennung eines Vertreters des „Tonkünstlerverbands Mittelfranken e. V." im Regionalausschuss „Jugend musiziert".

(2) Der Vorstand kann einen Geschäftsführer bestellen.

(3) Der Vorsitzende oder ein von ihm benannter Vertreter nimmt als Delegierter an der Delegiertenversammlung des „Landesverbands Bayerischer Tonkünstler e.V. im Deutschen Tonkünstlerverband (DTKV)“ teil. Gegebenenfalls erforderliche weitere Delegierte werden vom Vorstand nominiert.

§9, Beschlussfähigkeit des Vorstands

(1) Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mindestens die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist.

(2) Beschlüsse des Vorstands werden mit einfacher Stimmenmehrheit gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

(3) Stimmübertragungen sind nicht möglich.

(4) Der Vorstand fertigt über seine Sitzungen Ergebnisprotokolle an.

§10, Ausscheiden aus dem Vorstand

(1) Scheidet ein Vorstandsmitglied während der Amtszeit des Vorstands aus, kann der Vorstand für die laufende Amtsperiode einen Nachfolger bestellen. Diese Entscheidung muss der darauffolgenden Mitgliederversammlung zur Bestätigung vorgelegt werden.

(2) Bei Nichterfüllung wichtiger Aufgaben, bei fortgesetzter Beeinträchtigung der Vereinsarbeit oder bei sonstigen schwerwiegenden Verstößen gegen die Interessen des Vereins kann der Vorstand nach Anhörung des Betroffenen mit Zweidrittelmehrheit feststellen, dass die Ausübung der Rechte und Pflichten des Betroffenen als Mitglied des Vorstands bis zum Ende der Amtsperiode ruht. Der Vorstand kann gemäß Absatz (1) das Weitere veranlassen.

§11, Vertretung des Vereins

Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende sind Vorstand im Sinne des §26 BGB und damit jeweils allein berechtigt, den Verein gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten. Im Innenverhältnis gilt, dass der stellvertretende Vorsitzende nur bei Verhinderung des Vorsitzenden vertretungsberechtigt ist.

§12, Beisitzer

(1) Der Vorstand wird in seiner Tätigkeit von den Beisitzern unterstützt und beraten. Zu diesem Zweck lädt der Vorstand die Beisitzer in geeigneten Fällen zur Teilnahme an den Vorstandssitzungen ein.

(2) Die Zahl der Beisitzer wird von der Mitgliederversammlung festgelegt. Die Beisitzer werden von der Mitgliederversammlung auf die Dauer von 2 Jahren gewählt. Die Beisitzer bleiben bis zu Neuwahlen im Amt, notfalls auch über den Ablauf der Amtsperiode hinaus.

(3) Der jeweilige Vertreter des Vereins im Regionalausschuss „Jugend musiziert" wird, sofern er nicht Mitglied des Vorstands ist, ohne Wahl Beisitzer.

(4) Die Beisitzer haben die Aufgabe, die Arbeit des Vorstands zu unterstützen und diesen insbesondere in künstlerischen und kunstpolitischen Fragen zu beraten. Darüber hinaus übernehmen sie konkrete Aufgaben und Tätigkeiten im Auftrag des Vorstands.

§13, Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung findet einmal im Jahr, und zwar möglichst im ersten Halbjahr statt.

(2) Stimmberechtigt sind:

a) ordentliche Mitglieder mit je einer Stimme,

b) außerordentliche Mitglieder mit je einer Stimme,

c) korporative Mitglieder mit je einer Stimme (dafür ist eine schriftliche Legitimation vorzulegen),

d) Ehrenmitglieder mit je einer Stimme.

(3) Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist vom Vorstand schriftlich einzuberufen, wenn das Interesse des Vereins dies erfordert oder wenn mindestens ein Drittel der Mitglieder dies schriftlich unter Angabe der Gründe verlangt.

(4) Zur Mitgliederversammlung muss mindestens zwei Wochen vorher durch den Vorsitzenden schriftlich eingeladen werden. Die Einladung muss die Tagesordnung enthalten.

(5) Eine ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist beschlussfähig.

(6) Die Mitgliederversammlung beschließt mit einfacher Stimmenmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Versammlungsleiters. Beschlüsse über Satzungsänderungen bedürfen der Dreiviertelmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten, ein Beschluss über die Auflösung des Vereins der Dreiviertelmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten.

(7) Über die Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Vorsitzenden und vom Schriftführer zu unterzeichnen ist.

§14, Aufgaben der Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung ist zuständig für:

(1) Entgegennahme der Rechenschaftsberichte des Vorstands und des Berichts des Kassenprüfers sowie die Entlastung des Vorstands,

(2) Festlegung des Wahlmodus für die Wahl des Vorstands und der Beisitzer,

(3) Wahl des Vorstands,

(4) Festlegung der Höhe der Aufwandsentschädigung für die Vorstandsmitglieder,

(5) Festlegung der Anzahl der Beisitzer,

(6) Wahl der Beisitzer

(7) Festsetzung der Art der Kassenprüfung und Wahl des Kassenprüfers,

(8) Erteilung von Aufträgen an die Delegierten des Vereins für die Delegiertenversammlung des „Landesverbands Bayerischer Tonkünstler e. V im Deutschen Tonkünstlerverband (DTKV)“,

(9) Wahl von Vertretern des Vereins in sonstige Ausschüsse oder Gremien des „Landesverbands Bayerischer Tonkünstler e. V. im Deutschen Tonkünstlerverband (DTKV)“,

(10) Festsetzung des Jahresbeitrags für ordentliche Mitglieder,

(11) Beschlussfassung über Änderungen der Satzung und über die Auflösung des Vereins,

(12) Beschlussfassung über Anträge,

(13) Beschlussfassung über die Beschwerde gegen die Ablehnung eines Aufnahmeantrags, sowie über die Berufung gegen einen Ausschließungsbeschluss des Vorstands,

(14) Ernennung von Ehrenvorsitzenden und Ehrenmitgliedern.

§15, Auflösung oder Aufhebung des Vereins

(1) Die Auflösung oder Aufhebung des Vereins kann nur in einer Mitgliederversammlung mit der nach dieser Satzung hierfür vorgesehenen Dreiviertelmehrheit der anwesenden Stimmberechtigten beschlossen werden.

(2) Die Liquidation führt der Vorstand durch, wenn nicht durch die Mitgliederversammlung, welche über die Liquidation beschließt, andere Personen zu Liquidatoren bestellt werden.

(3) Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks fällt das Vermögen an die Stadt Nürnberg, die es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke im Sinne §2 dieser Satzung zu verwenden hat. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des zuständigen Finanzamts ausgeführt werden.

§16, Inkrafttreten der Satzung

(1) Die Neufassung der Satzung tritt mit dem Datum der Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.

(2) Zum gleichen Zeitpunkt tritt die bisher gültige Satzung außer Kraft.